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Wo kommen die großen DLT- und anderen Band- Libraries wirklich her ?

Es gibt scheinbar so viele Libraries auf dem Markt und irgendwie sehen sie dann doch alle sehr ähnlich aus.

Für Fachleute ist es kein Geheimnis,

die ausgeklügelten Mechaniken der Band Roboter kommen von einigen wenigen, sehr stark auf diese Technologie spezialisierten Firmen. Diese Spezialisten haben jahrelang ihr Know-how verbessert (und auch gehütet), wie sie für ziemlich alle am Markt befindlichen Streamer- Technologien ein paar gut abgestufte Roboter- Modelle in eigene Gehäuse einbauen und dann mit den entsprechenden OEM Band-Laufwerken ausstatten können.

Hersteller von DLT Laufwerken

sind Quantum und Tandberg (nur diese beiden stellen bzw. stellten überhaupt noch Drives her) und ehemals Benchmark, jetzt auch Quantum. Loader Gehäuse und Roboter Mechaniken kommen von IBM, HP, StorageTek, ADIC, Overland, ( von Quantum gekauft), oder BDT (die aber selbst nicht auftreten) aus Deutschland. BDT liefert heute noch Loader-Technik an renomierte Firmen, darunter auch HP.

Zu solch einem Roboter gehören auch ausgeklügelte Magazin-Systeme wie dieses rechte 5-Slot Magazin von HP/Compaq, von dem 3 Stück in einer 15er Library eingesetzt werden. Andere haben ein ganz langes 10er Magazin und wieder andere haben noch größere 8er oder 12er Einheiten und davon mehrere, so wie weiter unten in diesen Schränken. Dort sind die Magazine meist nicht mehr mobil bzw. entnehmbar. Sie müssen dazu von Hand bestückt werden.

Bandkassetten wohnen in Magazinen

Rechts ein Einblick in eine Compaq Library mit den 5er Magazinen von innen, oben sehen Sie eines von den drei Magazinen mit 5 Kassetten, darunter das schwarze Loader Laufwerk. Den Roboter Schlitten sieht man hier nicht.

Die großen IT Hersteller bauen diese Blechgehäuse bzw. Schränke fast nie selbst. Eine Ausnahme mögen Siemens, HP und IBM sein, die haben eigene Blechschmieden für wirklich fast alles.

 

Die DLT (und S-DLT und LTO) Kassetten haben hinten drauf einen Barcode, sonst sind hunderte von Magazinen nicht mehr verwaltbar.

Große Libraries und Band-Roboter

Bei den großen Band-Robotern innerhalb dieser Gehäuse oder 19" Schränke ist Perfektion und Zuverlässigkeit absolut oberstes Gebot. Diese Roboter laufen Nachts vollautomatisch und können sich (eigentlich) keine Fehlfunktion leisten. Damit diese Geräte überhaupt bezahlbar sind, läßt "man" eben bei Spezialisten bauen und klebt sein Logo drauf.

 

Bei den beiden nebenstehenden Bildern sieht man ganz deutlich die Verwandtschaft des "SUN" Schrankes mit dem "Compaq" Schrank. Es gibt da viele Beispiele von StorageTek und DELL sowie Quantum und Tandberg. Vielleicht unterscheiden sich die verwendeten Controller, die die Hardware ansteuern. Auch hier sind viele Platinen von der englischen AEON, auch wieder einem kleinen SCSI Spezialisten.

 

Bei IBM gibt es 16 Schränke mit über 6000 Kassetten und 16 Laufwerke je Schrank. Wenn dann noch 300 Giga netto pro Kassette drauf gehen, kommt schon etwas Gewaltiges zusammen.

SUN oder Compaq ?

Diese SUN / Compaq (Enterprise StorageWorks 9326D) Tape Library hat 16 DLT-7000 drives (35/70GB) installiert und eine "maximum tape capacity" von 326 Tapes. Die technischen Daten sind annähernd gleich. Die großen Schränke sind schon für erhebliche Datenmengen vorgesehen und wenn dann mehrere solcher Schränke nebeneinander stehen, so etwas gibt es in großen Rechenzentren, dann handelt es sich schon um gigantische Datenmengen im zigfachen Terabyte Bereich.

 

Und diese Daten müssen manches Mal sogar zwei mal täglich gesichert werden. Das ist dann überhaupt nicht mehr trivial und selbst erfahrene EDV Leiter kommen dabei tüchtig ins Schwitzen. Wenn sich das endlich eingespielt hat, dann muß alles perfekt und verläßlich ablaufen, Woche für Woche, Monat für Monat. Immer !

 

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