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Detail-Fotos von DAT Geräten im Vergleich

ein Artikel aus 2004 !! - von Gert Redlich - Hier stellen wir Detail-Fotos von DAT und DLT Geräten im Vergleich samt Kommentar aus Sicht der Ingenieure ein, damit auch der Laie einen kleinen Eindruck bekommt, wovon wir überhaupt reden. Mehr über das Innenleben dieser und anderer Kassetten finden Sie unter Band Kassetten.

Das DDS / DAT-Laufwerk von oben:

Hier sehen Sie die Bilder von der diffizilen DAT Mechanik, die das relativ schmale 4mm Band aus der DDS / DAT-Kassette zieht und um den rotierenden Kopf schlingt. (Im Vergleich, DLT hat 12,6mm Breite).

Auch hier ist - wie bei DLT - Präzision angesagt, jedoch mit einer ungleich höheren Vielzahl von Röllchen und Hebelchen und Schlitten auf kleinsten Raum, die mit mehreren Motoren bewegt werden.

DAT Laufwerk von vorn
die DAT Kopftrommel
Blick von vorne durch den Kassettenschlitz

 

Anfänglich waren wir begeistert, fasziniert, so wie "Modelleisenbahner", die zum ersten Male ihre Züge fahren sehen - bis zum ersten "Unfall", wenn das Band nicht erkannt wurde oder wenn beim Rücksichern / Lesen die ersten nicht mehr korrigierbaren Fehler aufgetreten waren.

 

Ein Einblick in die DAT Innereien:

Das 4mm DDS/DAT-Band wird relativ langsam an einer sehr schnell drehenden Schrägspur Kopftrommel vorbei bewegt. Wie man sieht, steht die Trommel schräg zum Bandlauf und dreht sich wirklich sehr schnell. In dieser Tormmel sind zwei, vier oder mehr Magnetköpfe untergebracht.

 

Das DDS/DAT-Band ist ziemlich dünn und muß deshalb besonders sensibel geführt und gehandhabt werden. Größere Zugkräfte hält es nicht aus, denn dann überdehnt es sich und die Ränder werden ganz schnell wellig.

 

Dieses "Helical-" oder Schrägspur- Verfahren ist aus den gesamten Video-Recordern bekannt und war damals eine technologische Herausforderung, an der europäische Firmen wie Grundig und Philips in den 70ern fast gescheitert waren.

 

Der Knackpunkt:
Beim Video Recorder wird bei Lesefehlern
ein einzelnes Bild so lange im Bildspeicher zwischen gespeichert und dann aus diesem Speicher nochmal und nochmal an den Betrachter geliefert, bis wieder ein dekodierbares (sichtbares) Bild ankommt. Man merkt es fast nicht. Das Auge läßt sich leicht täuschen. Beim Ton knackt es nur ein bißchen.

 

Das ist aber eine in der ernsthaften Datenverarbeitung völlig unbrauchbare (sogenannte Katastrophen-) Lösung. Man mußte also diese möglichen Systemfehler mit allen Tricks ausrotten. Und das ist wirklich nur mit Tricks und auch nur bedingt möglich.

 

Weiter unten sehen Sie, daß HP auch 6fach DDS/DAT-Wechsler baut. Wir haben 4 Stück davon, einen im Einsatz für unsere Webserver (wegen der gezielt niedrigen Daten Transfer Geschwindigkeit) und 3 in Reserve. Unsere totale Begeisterung dafür kann ich hier gar nicht richtig (verbal) zum Ausdruck bringen. Das Verhältnis 3 zu 1 spricht jedenfalls Bände.
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Facit :

Das ganze DDS System ist nicht nur erhöht Schmutz- und Verschleiß anfällig, es verlangt von dieser feinen Technologie absolute professionelle Spitzen-Qualität, also weit mehr, als sie eigentlich liefern kann bzw. wofür sie damals gebaut wurde.

Seit geraumer Zeit werden die DAT Lösungen von den renomierten Herstellern nur noch im Tiefst-Preis sensiblen "Entry Level Markt" angeboten. Bei den Profis gelten andere Maßstäbe.



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