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Firmware "Internals" für die Loader Drives

Ein normales DLT Laufwerk wird von Hand bedient. Die Bandkassette wird meist mit Sichtkontakt eingeschoben und auch wieder entnommen. Es ist dabei unwichtig, ob eine optische oder akustische Meldung die Bandkassette anfordert bzw. frei gibt. Sie merken schon, wenn die Klappe nicht hoch geht.

 

Bei einer Library ist das anders, dort haben wir zwei getrennte Steuerprozessoren (Drive und Roboter) auf getrennten Boards. Diese müssen mit einander kommunizieren. Das bedeutet, der Roboter darf erst dann die halbwegs ausgeschobene Kassette in seinen mobilen Schlitten (den Picker) einziehen, wenn das DLT Laufwerk sein ok gegeben hat und danach weitere 3,5 Sekunden (Sicherheitsabstand) vergangen sind.

 

Auch darf der Roboter die aus dem Magazin in den Picker geladene Kassette erst dann in das Laufwerk hineindrücken, wenn dieses bereit zum Laden ist. Das alles ist vom "Timing" genau festgelegt, sonst gibt es Bruch. Und es sind tolerante Prozeduren fest geschrieben, damit es auch nach einer Million Ladevorgängen immer noch funktioniert.

 

Diese Perfektion hat die unübertroffene Vertrauensbasis der DLTs gebildet.

 

Wie das im Einzelnen geht, steht im "OEM Implementation Guide" von Quantum irgendwo ganz hinten. Wir haben diesen Guide (Führer) vom DLT-7000 und DLT-8000er Laufwerk auf unserem Server und es sind hunderte von Seiten.

Ein Beispiel für Library Firmware Codes OMX / OML

Es gibt mehrere Codes für die Firmware: z.B V109/OEM1 oder V080/OMX1

 

Und das sagt das Handbuch zu den OML/OMX Codes:

 

  • OML Code - Library Controlled Cartridge (less intelligent libraries)
  • OMX Code - Library Controlled Cartridge (normal intelligent Libraries)

 

also, der

 

  • OMX code was developed for use with intelligent libraries which have the capability to control cartridge insertion and ejection. OMX code, the library can achieve optimum performance and reliability for DLT applications. During insertion and ejection, the drive microcode is in standby, therefore the library must control the speed, timing, and forces of cartridge handling. Libraries which cannot intelligently control cartridge insertion and extraction must use DLT drive loaded with OML code.
  • OML code must be used by libraries and loaders which cannot intelligently control cartridge insertion and extraction. It enables the tape drive itself to control take-up reel backlash during cartridge unload. It depends upon the library or loader during cartridge ejection to stop the cartridge 12 mm ejection distance from its starting position (prior to ejection).

 

 

Beispiele für Firmware Codes allgemein

Hier dazu mal einen Einblick, welche DLT Drive Firmware-Codes uns bereits über den Weg gelaufen sind.

 

  • V043/OMX1
  • V072/OML1
  • V080/OEM1
  • V080/OMX1
  • V086/CP
  • V086/OML3
  • V088/CPQ2
  • V088/OEM1
  • V095/OMX1
  • V100/OM1
  • V100/OMX105
  • V101/OML1
  • V101/OMX1
  • V105/OMX1
  • V106/OMX105
  • V109/CPA2
  • V109/CPQ1
  • V109/CPQ1
  • V109/OML3
  • V115/OEM1
  • V126/OML3
  • V130/OEM1
  • V145/OEM1
  • V150
  • V150/CPQ2
  • V150/OEM1
  • V150/OML1
  • V151/OEM1
  • V59
  • V72/OML1
  • V80/CPL1
  • V82/OEM2
  • V85/OML1
  • V86/CPQ2
  • V86/OML3
  • V97/CPA2

 

 

Dazu kommt, daß die meisten Drives eine Vendor ID haben, damit man NICHT jede beliebige Firmware austauschen kann. Das wäre dann doch zu einfach, irgend einen Drive zu kaufen, die richtige Firmware einzuspielen und die Library ginge wieder.

Nein, das soll so nicht sein. Jede Glucke sitzt auf ihrem eigenen Ei.

 

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