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Verstehen der Magnetband-Technik ist wichtig

Die Technik ist die gleiche wie bei den alten Tonband- geräten. Sie können mich jetzt zwar erschlagen, aber ich habe mit mehreren jüngeren "EDV-lern" gesprochen, die wissen nicht (mehr) was ein Spulen- Tonbandgerät ist bzw. wie es wirklich funktioniert. Von einer REVOX A77 oder einem UHER Royal oder Grundig TK46 haben die noch nie etwas gehört, woher auch. Im Bereich Magnetband-Technik finden Sie viele alte Fotos und die Erklärung der magnetischen Ur-Prinzipien, denn das erklärt vieles.

Hier sehen Sie, wie ein richtiger DLT-"Tonkopf" aussieht. Das Ding heißt heute noch Tonkopf, weil damals damit die "Töne" aufs Band "gebracht" wurden. Der Fachmann sagt auch Magnetkopf. "Unsere" Tonköpfe hatten eine oder zwei "Spalte" für 2 oder 4 Spuren. Das war die Hobby- technik. Die Profis hatten schon 4Spur und 8Spur Maschinen in 1/2 Zoll Technik.Die Firma Assmann in Bad Homburg baute um 1970 riesige 24 Spur Maschinen für die gleichzeitige Aufzeichnung von 24 Piloten Gesprächen mit deren Flugdaten.

 

Die  Magnetköpfe waren starr auf der gleichen Höhe wie das Band. Heute fahren die Köpfe an der starren Bandebene rauf und runter und drehen sich auch noch und bescheiben mit 8 oder mehr Spuren das Band gleichzeitig. Das Magnetband wird dabei mit möglichst gleichbleibender Geschwindigkeit am Magnetkopf vorbei bewegt. Und das funktioniert sogar in beide Richtungen gleichermassen gut.

Der Bandandruck an den Kopf ist eminent wichtig. Wenn das Band vom Kopf abhebt, auch nur für einen Bruchteil eines Millimeters, dann funktioniert das System nicht mehr. Sie haben den berühmten "Drop-Out", den die Fernsehstars so fürchten, wenn sie Playback singen, den Mund aufmachen und kein Ton ertönt und die Zuschauer schallend und schadensfroh lachen.

Auch die sogenannte Kopf-Umschlingung (wie bei den DAT Bandlaufwerken) ist wichtig. Zu viel ist dabei schädlich, weil es den Verschleiß fördert, zu wenig, weil das Band leichter vom Kopf abhebt.

An der Formgebung des Bandlaufträgers sehen Sie, daß es bei DLT nur eine ganz geringe Umschlingung gibt, der Kopf drückt ganz leicht gegen das Band, sodaß der Band-Abrieb nahezu Null sein dürfte. Null ist er zwar nicht, aber er ist relativ gering.

 

Manche DAT (DDS-) Laufwerke haben fast eine dreiviertel Trommel vom Band umschlungen und die dreht sich enorm schnell.

Oben rechts sehen Sie den Kopf von einem DLT 2000XT, also 15/30er Laufwerk. Der eigentliche Magnetkopf sieht dick aus, ist es aber gar nicht.

Auf dem Bild rechts sehen Sie den Magnetkopf eines DLT7000. Hier direkt an dem roten Pfeil sieht man, daß der Kopf eigentlich ganz flach ist, der Rest ist die Halterung bzw. die Führung, zumal der 7000er Kopf auch noch gedreht wird. Auf der kleinen Platine sind die Verstärkerchen für 4 von den 12 Datenkanälen. Bei der hohen Datenrate kann man die Signale nicht mehr unverstärkt von und zum Motherboard über diese Flachband Kabel führen.

 

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