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Das sind jetzt Einblicke und Detail-Fotos

von DLT Geräten samt unserem Kommentar aus Sicht der Ingenieure, damit auch der Laie einen kleinen Eindruck bekommt, wovon wir überhaupt reden und wie es in so einem DLT-Laufwerk aussieht:

Die Elektronik Platine oder auch Controller genannt.

eine DLT-7000er Platine

Hier steckt das Gehirn des DLT-Laufwerkes, mehrere Prozessoren, der Pufferspeicher, der Kompressions- Chip und die Motor-Steuer-Logik und die SCSI-Schnittstelle und natürlich der Flash-Speicher mit dem Programm des Laufwerkes, der Fachmann sagt "die Firmware". Alles ist fest aufgelötet, mehrere tausend "Beinchen" und damit nicht oder nur von absoluten Profis austauschbar.

 

Die Profis haben eine ca. 1 Million Dollar teure Maschine, bei der es für fast jede Bauform einen Adapter mit genau der Anzahl Beinchen gibt, wie sie auch der Chip hat. Dann werden diese ganzen Miniatur- Lötkölbchen auf den Beinchen des Chips robotergenau positioniert und mit Heißluft erhitzt und dann wird mit einer pneumatischen Saugvorrichtung der Chip im (auf Millisekunden genau) errechneten und verglichenen Moment abgezogen. Sie können sich leicht vorstellen, daß das keine einfache Prozedur ist. Auch darüber gibt es ganze Bücher.

 

Hier rechts das Mainboard eines DLT-7000 Laufwerkes.

DLT-2000 mainboard mit 8Bit SCSI

DLT 2000 - Es ist alles drauf

Das mit dem Auflöten der Bauteile hat Vor- und Nachteile. Dem Vorteil, keine Wackel-Kontakte zu haben, steht der Ausfall eines Bauteils entgegen. Damit ist die Platine (fast) hin. Unser Partner hat eine professionelle NC gesteuerte Lötmaschine, mit der alle 64 und mehr "Beinchen" gleichzeitig berührt und erhitzt werden und dann mit einem ganz speziellen pneumatisch gesteuerten Saugnapf der Chip in Bruchteilen von Sekunden abgehoben wird.

 

Das Teil kostet nur eben mal so 450.000 Euro und ist mit einem Lötkolben nicht mehr zu vergleichen. Auch das Austauschen läßt sich die Firma mit dieser Investition natürlich gut bezahlen.

Bis zum DLT-7000 gab es diese Leuchtdioden noch

An diesen "Lämpchen" (es sind ganz flache Leuchtdioden) auf der Unterseite des DLT Mainboards kann man den Status des Laufwerkes auf einen Blick erkennen (mit etwas Erfahrung). Beim DLT-8000 gab es die dann auch schon nicht mehr.

Die "Hardware" Kompression schaltet man besser ab.

Der Kompressions-Chip von der Firma STAC hat eine der ausgefeiltesten Kompressions- Methoden (Algorithmen) fest in Silizium "gegossen", wie die Fachleute sagen und kann die allermeisten Datenströme in Echtzeit noch weiter verdichten und natürlich auch wieder entpacken.

 

Auch hier hat es wie immer wieder Vor und Nachteile. Ist die Kompressionsrate zu hoch, das ja eigentlich begrüßenswert wäre, dann überfordert die notwendige hohe Datenrate das SCSI Interface. Denn das kann nur 10 Megabyte/Sekunde, mehr nicht. Und schon streamt der Streamer nicht mehr. Schaltet man die Kompression ab (unsere Empfehlung), muß man eben vorher komprimieren oder die etwas größeren Mengen in Kauf nehmen. Der Streamer streamt und es geht dennoch deutlich schneller und er lebt länger.

Wo entsteht die Wärme ?

Die CPUs erzeugen Wärme, viel Wärme. Die modernere Wärmeabfuhr erfolgt mit aufgeklebten Kupfer-Kühlblechen für die beiden CPU Chips eines DLT-7000.

Hier kommt ein Blick auf die verschiedenen CPUs, die die Wärme erzeugen, auf das SCSI Interface mit SE, LVD und DIFF sowie auf die Jumper und die Serielle Schnittstelle, die sich auf jedem Controller befindet.

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