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Es ist selten, aber es gibt es, das schwangere DLT 7000.

Was ist vorgefallen ?

Wir haben unsere Compaq DLT Library II (DLT 7000) endlich am Fibre- Channel SAN angeschlossen und in Betrieb genommen. Die ersten fünf DLT Bänder liefen völlig problemlos durch und unser gesamter operativer Datenbestand war seit langem wieder mal "am Stück" gesichert. Wir hatten eine ganz lange Zeit nur Einzelbackups mit einem Einzellaufwerk gemacht. Das ist bei 150 Gigabyte irgendwann mühselig. Mehr über diese Art der "shared storage" Lösung steht hier.

Und von da an ging kein Band mehr.

Dann hatte ich die beiden anderen 5er Magazine mit 10 Bändern aus alten Beständen gefüttert, die alle schon mal in 2004 beschrieben worden waren laut Aufkleber. Unser Backup Exec 8.5 für Netware lief auf dem Novell Server an und meldete Fehler über Fehler. Es war völlig unglaublich. Eben noch liefen 5 Bänder im Streaming Mode durch (4,83 MB/s) und dann sollten alle 10 Bänder defekt sein ?

Also alle Bänder aus den Magazinen raus und einzeln mit meiner WIN 2000 Workstation im DLT 7000 Einzellaufwerk eingelegt. HP´s L&TT anwerfen und einfach nur formatieren, dachte ich. Doch das externe 7000er Laufwerk nimmt auch da nicht ein einziges dieser Bänder an. Na gut, wir haben ja genug.

 

Ich habe aus dem Stahlschrank alle unwichtigen Sicherungen aus 2003 geholt und bin fast vor Schreck erstarrt. Es waren auf einmal über 30 Bänder, die nicht mehr zu formatieren waren.

 

Laut Theorie kann so etwas nicht vorkommen, es sei denn, die Magnetschicht sei abgekratzt oder weggeschliffen. Das 7000er Laufwerk war (wie auch das spätere 8000er) das mit den sich drehenden (also neigenden) selbst kalibrierenden DLT Köpfen. Ich habe dann noch weitere 10 Bänder versucht und es waren überwiegend Fujifilm Bänder mit angeblich lebenslanger Garantie.

Glück hat man nicht jeden Tag.

Also habe ich im Internet auf den weltweiten Fujifilm Seiten so lange gesucht, (man muß schon etwas Geduld mitbringen), bis ich auf den deutschen Support für Medien in Kleve gestoßen bin.

 

Dann habe ich den dort publizierten Service Mitarbeiter angerufen und mein Problem geschildert. Ich hätte inzwischen und ganz plötzlich ganz viel Type IV Bänder, die sich mit einem 7000er nicht mehr beschreiben ließen, das ginge doch aus Prinzip gar nicht. Solch ein Band müsse sich doch beschreiben lassen.

 

Und ich hätte Massen von FujiFilm Bändern. Was denn bei den Fuji Bändern schlechter wäre als bei anderen. Ich habe natürlich verraten, daß ich sehr wohl weiß, daß Fuji das Patent auf ATOMM (das ist die DLT IV Band-Technik) hat und einer der größten DLT Cartridge Hersteller sei. Auch daß ich mehrere, also eigentlich ganz ganz viele DLT 7000er in Betrieb hätte. Er hat mir geduldig zugehört und versprochen, wir bekommen etwas.

 

Wir bekommen in Kürze eine Beschreibung, die dem technischen Verständnis dieses Effektes dient und auch einen oder mehrere Lösungsvorschläge.

 

Mehr steht auf der Folgeseite.

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